Reflexion

Auf der letzten Etappe auf dem Herzensweg kommt nun die Verbundenheit aller Herzen und die Sendung in den Blick. Das eigene Herz, das eigene Leben und das Herz Jesu waren Schwerpunkt der ersten sechs Schritte. Mit Jesus an der Seite führt der Weg hinein in die Welt, um mit Mitgefühl und Solidarität in ihr zu leben: Sein Herz ist größer als die Welt, für die es schlägt.
Schritt 7: Hingabe für die Welt
Zu Beginn lege ich die Hand auf mein Herz, das ich in der Nähe Jesu weiß. Ich spüre, wie das Leben in mir pulsiert. Mein Herz schlägt im Takt des Herzens Jesu. Er ist mir nahe.
„Menschen für andere“ – so fasst Pedro Arrupe, der ehemalige Generalobere der Gesellschaft Jesu, zusammen, worum es bei Bildung und menschlicher Reife geht: Menschen für andere sind Personen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich berühren lassen von dem Leid und dieses Mitgefühl in konkreten Taten für eine bessere Welt einsetzen.
Der Weg Jesu Christi führt ans Kreuz. Er gibt sein Leben hin für seine Freunde. Wer in seiner Nähe lebt, sich von ihm prägen lassen will, ist wie er gerufen, sein Leben hinzugeben für das Leben der Welt. Die Liebe Jesu, die freundschaftliche Nähe zu ihm drängt uns, das Geheimnis seines Lebens tiefer zu verstehen. In der Eucharistie feiern wir dieses Geheimnis, die Hingabe Jesu für die Welt. Und unsere Antwort auf seine Hingabe, ist die Hingabe unseres eigenen Lebens für die Welt. „Menschen für andere“ sind Menschen, die aus der Eucharistie leben und sich verfügbar machen für die Sendung der Kirche, als Mitarbeiter Christi.

Hingabe für die Welt – Wie würde ich meine Sendung oder meine Berufung in der Welt beschreiben?
Wer sind Menschen für mich und für wen bin ich Mein für andere?
Welchen Stellenwert hat die Eucharistie in meinem Leben? Wie versuche ich, Hingabe zu leben?

Gebet
Herr, hier sind meine Hände.
Lege darauf, was du willst.
Nimm hinweg, was du willst.
Führe mich, wohin du willst.
In allem geschehe dein Wille.
Seliger Eduard Müller, Lübecker Märtyrer